Waldhotel Silbermühle                                        

Das Silberbachtal am Fuße des Velmerstot gehört zu den romantischsten Wanderrevieren in Lippe. In einem tiefen Kerbtal unter alten Bäumen plätschert der Bach dahin und umfließt dunkles Geröll und mächtige Sandsteinblöcke. Wenn die Sonne den Grund des Tales berührt, glänzt das Wasser des Bachs wie flüssiges Silber. In den Jahren 1710 und 1711 wurde im Silberbachtal tatsächlich nach Silber gesucht. Die Silber Ausbeute aber war enttäuschend gering. Der wahre Reichtum des Tals lag nicht in den Edelmetallen, sondern in der Kraft des Wassers. Die am Silberbach reichlich zur Verfügung stehende Wasserkraft, in Verbindung mit dem begehrten Werkstoff Osningsandstein, war im 17. Jahrhundert Grundlage für die Entstehung eines industriellen Zentrums.

Neben drei Mahlmühlen existierten bis zu vier Schleifmühlen und zwei Walkmühlen am Oberlauf des Silberbaches. In den Walkmühlen wurden Filze hergestellt und Tuche veredelt. Die Schleifmühlen wurden von den Schmieden der Stadt Horn zum Schleifen und Schärfen von Werkzeugen und Waffen genutzt. An den Bergflanken zu beiden Seiten des Tals trifft man noch heute auf alte Steinbrüche, in denen seit dem 16. Jahrhundert der Osningsandstein als Baustein gebrochen, oder zu Sandsteinfuttertrögen, Mühl- und Schleifsteinen verarbeitet wurde. An mehreren Stellen sind zerbrochene Stücke, Rohlinge und Halbfertigfabrikate gefunden worden. An einigen Stellen bildet nicht mehr der anstehende Fels die steilen Hänge des V-förmigen Tals, sondern der in Halden abgekippte Steinbruchabraum.

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